Aus dem Umweltatlas
der Stadt Braunschweig geht hervor, dass Eichen in unserer Region zu den
gefährdeten Bauarten gehören.
"Die Eiche ist die mit Abstand am stärksten geschädigte Baumart.
Bundesweit liegt ihr Anteil an der Waldfläche bei lediglich 9 %, wobei
knapp die Hälfte aller Eichen deutliche Schäden aufweisen (46 %). Im
Gegensatz zur Gesamtsituation in Niedersachsen wurde bei der
Waldschadenserhebung von 1997 eine weitere Verschlechterung des Kronenzustands
der Eichen in den nordwestdeutschen Ländern festgestellt. Dieses Problem des
„Eichensterbens" betrifft auch die Braunschweiger Wälder in hohem Maße,
da hier auf 55 % der gesamten Waldfläche Eichen wachsen."
> Eichenkrankheit
> Ursache
Obwohl in Braunschweig die Biologische Bundesanstalt für Land- und
Forstwirtschaft (BBA) angesiedelt ist, werden die dort gewonnenen Kenntnisse
nicht für unsere Region genutzt. Die BBA, die Bayerische
Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau und die Deutsche
Phytomedizinische Gesellschaft e. V. haben schon im Oktober 2000 eine Tagung
organisiert, die sich mit diesem Thema beschäftigte.
Es ist nicht erkennbar, dass die Stadt Braunschweig auf diese Fakten
reagiert. Die Eiche wird weiter gefällt, zur Zeit sogar mehr denn je, denn
die Eichenpreise sind gerade wegen des Eichensterbens sehr hoch.
Sowohl in Mascherode als auch im Timmerlaher
Busch (60 Eichen) fällen die Bauern die Eichen, alles mit Zustimmung des dortigen
Revierleiters Herrn Wepner. Statt sich schützend vor die Eichen zu
stellen, wird der Förster zum Erfüllungsgehilfen wirtschaftlicher
Interessen.