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Eine der ersten Amtshandlungen des Braunschweiger Oberbürgermeisters Hoffmann: 
Die Abschaffung der Baumschutzsatzung. 
Es hat sich gezeigt, dass die Baumschutzsatzung vor allem vor den Machenschaften der Stadt geschützt hatte. Bäume, Parks und Wälder sind den Prestige-Projekten des Herrn Hoffmann im Wege.
Wir fordern daher u.a.:
 
Die Wiedereinführung 
einer Baumschutzsatzung!

DAS GROSSE SÄGEN - Offener Brief an Braunschweig

Die Fakten sind seit Jahren bekannt, unser Klima erwärmt sich, Schuld sind: Wir! Was ist Braunschweigs Antwort darauf?

Der OB Hoffmann, der die Baumschutzsatzung abgeschafft hat, darf auf Wunsch weniger WählerInnen (ca. 25%) eine weitere Ratsperiode unsere Gesundheit gefährden, indem er nicht das tut, was nachhaltig die Feinstaubbelastung und Klimaverschlechterung in unserer Stadt verbessern kann: Große Bäume, Bäume allgemein schützen. Stattdessen wird leichtfertig, gegen jeden Widerstand ein großer Baum nach dem nächsten abgesägt.

Seit Wegfall der Baumschutzsatzung wird auch in Braunschweigs Gärten abgeholzt, was das Zeug hält. Unzählige Bäume sind nun noch einmal dem Orkan Kyrill zum Opfer gefallen, aber nicht nur den extremen Windstärken, sondern vor allem auch anschließend der extremen Irrationalität vieler GartenbesitzerInnen. Sie haben ihre Gärten gerodet aus Angst, ihnen könnte ein Baum auf das Haus oder den Kopf fallen. In den Gärten Braunschweigs haben diese Leute mehr Schaden angerichtet als der Jahrhundert-Orkan! Ist das die Antwort einer Privatperson auf die Klimaerwärmung?

Die Bäume haben bewiesen, dass sie standfest sind. Zum "Dank" werden sie nach Kyrill abgesägt. Diesem Wahnsinn müssen wir etwas entgegensetzen: Wir müssen wieder mehr Vertrauen haben in die Kraft, die in Bäumen steckt: Bäume werden sich mit jedem Sturm an die neuen Klimabedingungen anpassen und dabei sogar noch standfester werden!

Uns soll weisgemacht werden, dass ein hohler Baum abgängig ist und eine unmittelbare Gefahr darstellt. Das ist falsch: Besuchen Sie die Lothar-Linde in Königslutter am Dom. Hier können Sie sich vom Gegenteil überzeugen. Bestaunen Sie hier, wie viele Stürme dieser Baum in den hunderten von Jahren schon überstanden hat. Der Stamm beispielsweise auch einer alten Eiche kann innen vollkommen hohl sein und nur eine Rinde samt Kambium von 5 cm Dicke haben und trotzdem standfest sein. Auch wird uns immer wieder erzählt, dass eine Baumscheibe mit braunem Kern der Beweis sei, dass der Baum schon krank war. Auch das ist falsch. Der braune Kern ist für viele Baumarten typisch: Buchen, Platanen, Mandelbäume etc.. Dieser braune Kern wird von Tischlern gerne benutzt, Möbeln ein besonders Aussehen zu geben. "Kernbuche" ist daher ein beliebtes Furnierholz, mit besonders ausgeprägter Maserung, anders als im Randbereich des Stammes, dessen Holz die typischen Striche aufweist und ansonsten einfarbig ist.

Die Platanen auf dem Platanenhügel sind nun gefällt. Eine Baumscheibe mit Loch wird den Ratsleuten vorgeführt, als "Beweis", dass die Platanen sowieso bald hätten gefällt werden müssen. Dieser Unsinn wird auf dem Boden der mangelnden Bildung und Informationsbereitschaft der meisten Ratsleute Wurzeln schlagen, das weiß Hoffmann, das nutzt er immer wieder aus.

Liebe BraunschweigerInnen und Braunschweiger, Sie können mit ihrem Verhalten dazu beitragen, dass diese Welt auch in Zukunft lebenswert ist. Werden Sie toleranter gegenüber Blättern und Zweigen, die herumliegen, betrachten Sie die Natur nicht als schmutzig. Bedenken Sie, dass der Schmutz der Natur nicht annähernd so gefährlich ist wie von Menschen gemachter Feinstaub!

Bäume auf Privatgrundstücken sind kein Grund sich zu fürchten. Beruhigende Informationen zur Haftung bei Baumschäden finden Sie hier.

Gabriele Uhlmann

Bilanz und Thesenpapier der BI Baumschutz

NEUE WEBSITE IN BRAUNSCHWEIG:

http://www.unser-braunschweig.de

Die Website ist ein zur örtlichen Presse alternatives Informationsportal. Hintergrundberichte, die Sie sonst nirgends finden.

Auf dieser Website

Die Fälle im Detail:

 > Erlen   > Eichen in Mascherode  > Wabe   > Büssingring   > Husarenstr.   > Westpark   > A39/Böschung bei Voets  
 > Altewiekring/Hagenring  > Schlosspark > Platanenhügel > Rotbuche/Höxterweg > Rathausplatz

 

Fälle, über die bisher nicht berichtet wurde:

 > Ölper See > Katalog der Fällungen im Stadtgebiet  > Rüningen  > Richterstraße  > Nibelungen-Wohnbau-GmbH: Was tun?

 > "Restaurierung" des Prinz-Albrecht-Park
 

Fachliches:

 > Sichtachsen - Sinn und Unsinn  > Eichensterben  > Die alte Baumschutzsatzung: Dichtung und Wahrheit  

 > Ende der Baumchirurgie
 

Moralisches und Politisches:

 > Folgen städtischer Vorbildfunktion  > Vandalismus im Beberbachtal/Waggum  > Bürger-Beirat beschlossen  > wieder Baumfrevel

 > Ergebnisse der Umfrage des Fachbereichs Stadtgrün  > Rechenschaftsbericht des FB Stadtgrün
 

Presse und Öffentlichkeit:

 > Die Podiumsdiskussion vom 22.4.2004  > Bericht in der NB vom 25.4.2004 Teil 1 Teil 2  > Umweltzeitung Ausg. 5/6-2004

 > Info-Stand beim Waldfest gegen den Flughafenausbau in Querum
 

Das auch noch:

 Schafft die BI Baumschutz neue Arbeitsplätze?   
 > Stadtbaurats heile Welt


Geschichte der BI Baumschutz


Diese Schlagzeilen waren genug:

Stadt sägte hunderte von Bäumen ab. BZ vom 19.12.2003

Skandal? Gesunde alte Eichen gefällt. 
BZ vom 6.1.2004 Gegendarstellung

Stadt holzt 91 Bäume an der Wabe ab. 
BZ vom 21.2.2004

Büssingring bald baumfreie Zone. 
BZ vom 26.2.2004


Durch die Abschaffung nicht wirklich erleichtert sind die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Braunschweig. Vielmehr ist der Weg geebnet für maßlose Baumfällaktionen seitens der Stadt. Beschwert sich ein Bürger wegen eines überhängenden Astes, rückt die Kolonne des Fachbereiches Stadtgrün mit schwerem Geschütz an. Nicht der Ast wird abgesägt, sondern eine breite Schneise wird geschlagen, um für mindestens die nächsten 25 Jahre Ruhe zu haben.
So geschehen in Mascherode durch die Forstgemeinschaft im Rautheimer Holz und an der Wabe /Am Hohen Felde durch die Stadt Braunschweig. Beides sind Landschaftsschutzgebiete, für beide wurden bestehende Schutzgesetze (§ 26 Niedersächsisches Naturschutzgesetz, NNATG,NWaldLG) allzu frei ausgelegt:

"Die Verordnung untersagt unter besonderer Beachtung des § 1 Abs. 3 bestimmte Handlungen innerhalb des Landschaftsschutzgebietes, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere das Landschaftsbild oder den Naturgenuss beeinträchtigen."

"Die waldbesitzende Person hat Waldkahlflächen, die nicht im Rahmen einer wissenschaftlichen Maßnahme oder zur Erfüllung der Voraussetzungen eines ökologischen Gütesiegels (Zertifizierung) der eigendynamischen Entwicklung überlassen sind, in angemessener Frist wieder aufzuforsten. Sie kann die Flächen stattdessen, wenn eine standörtlich geeignete ausreichende Verjüngung in spätestens drei Jahren nach Entstehung der Kahlfläche zu erwarten ist, einer natürlichen Verjüngung überlassen. Ist nach drei Jahren eine Verjüngung nach Satz 2 nicht entstanden, so hat die waldbesitzende Person die Flächen wieder aufzuforsten."

Eine Wiederaufforstung ist natürlich nicht geplant. Wer sich die betroffenen Stellen angesehen hat, weiß, dass die Frist von drei Jahren niemals ausreicht, um den ursprünglichen Charakter wiederherzustellen.

Was hier passiert, ist der Missbrauch des Begriffes Nachhaltige Pflege. (So heißt diese Vorgehensweise im Fachjargon.) Das Wort suggeriert Wohlwollen und Sorgfalt. Das Gegenteil jedoch ist der Fall. 

  

 

Kontaktadressen
 

Gabriele Uhlmann
Schreiberkamp 11
38126 Braunschweig
-Mascherode
 
fon 0531 - 69 13 73

Jutta Guttropf
Am Hohen Felde 14
38104 Braunschweig
 
fon 0531 - 37 47 24

Helga Gutzke
Am Hohen Felde 12
38104 Braunschweig

fon 0531 - 37 50 67

e mail

 

WER WIR SIND...

Am 25.2.2004 wurde die Bürgerinitiative Baumschutz von Anwohnerinnen aus Mascherode sowie des aktuell betroffenen Wabegeländes gegründet. > Presseerklärung   > Bericht der BZ vom 9.3.2004

Wir haben vorher jeweils unabhängig voneinander versucht, etwas gegen die Baumfällungen zu unternehmen: Unterschriften sammeln (für den Fall Mascherode: 130 Unterschriften), die Ämter anschreiben und schließlich die Presse informieren sowie Leserbriefe schreiben. Abwimmelnde Antwortschreiben, teilweise sachlich falsche Berichterstattung (siehe Gegendarstellung zum Artikel vom 6.1.2004), sowie die Nichtbeachtung der Leserbriefe waren das Ergebnis. Daher entstand die Idee, uns als Betroffene zusammenzuschließen, um Weiteres zu verhindern.

Wir verstehen uns als Pool für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich als Anwohnerinnen und Anwohner unmittelbar betroffen fühlen, als auch für engagierte Menschen in der Region, die Schlimmeres verhindern wollen. Wir wehren uns dagegen, dass diese Praktiken zur Gewohnheit werden. Daher freuen wir uns, wenn uns weitere Fälle gemeldet werden und Sie sich uns anschließen!


Wir raten dringend davon ab, die Stadt wegen einzelner störender Äste anzurufen!

Fachliche Beratung holen wir uns beim Naturschutzbund Deutschland e.V. Bezirksgruppe Braunschweig (NABU). Herr Carlo Fuchs, Naturschutzberater und Leiter der NABU-Geschäftsstelle Braunschweig, hat sich freundlicherweise bereit erklärt, für unsere Fragen zur Verfügung zu stehen.
Lesen Sie dort auch über die Klage gegen die geplante Rodung von 60 000 Bäumen, insgesamt 100 ha des LSG Querumer Forst für eine Startbahnverlängerung, die keiner braucht.

Leider nicht zu verhindern war: Die Rodung des gesamten Schlossparks (270 Park-Bäume sind tot.) am 18.5.2005
Wir arbeiten zusammen: 
> Forum für den Erhalt des Schlossparks

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