Am Ölper See, im Westpark und im Erlenbruch bei Schäfersruh war u.a. die
Schaffung von "Sichtachsen" die Begründung für die
großflächige Rodungen.
Der Missbrauch dieses Begriffes durch das Grünflächenamt unter
Herrn Günther tritt zutage, wenn man die Geschichte von Sichtachsen in
der Gartenarchitektur näher untersucht.
Eine Sichtachse muss bei der Gestaltung einer Grünfläche von Anfang an
eingeplant werden. So geschehen am Schloss Richmond an der Wolfenbütteler
Straße, wo der zum Schloss gehörige Englische Garten seit Jahrhunderten
Sichtachsen auf das Schloss, den See, einen Pavillon und Denkmäler frei
lässt. Ein schönes Beispiel ist auch der Wörlitzer
Park. Auch
Straßenzüge, häufig Alleen können Sichtachsen sein. Die dort stehenden
Bäume werden so geschnitten, dass diese erhalten bleiben. Ein schönes
Beispiel aus unserer Region ist in Lucklum/Elm zu finden, wo eine zum
Glück noch erhaltene uralte Allee den Blick auf das dortige Hospiz
einrahmte. Nach der Stilllegung des nicht mehr genutzten Weges dürfen nun
die Bäume wachsen. Wie lange noch?
Sichtachsen in einen vorhandenen Grünbereich zu schlagen, ist nicht
nur fachlich gesehen Unsinn.
Wir wollen die Bäume sehen und nicht das, was dahinter steht!
|
Im Bild:
Diese neue "Sichtachse" gibt den Blick frei auf eine
Autostraße (Straßenbäume im Hintergrund). Eine Anwohnerin
beklagt sich, dass sie jetzt vom Westpark aus die LKWs sehen muss,
die dort vielfach vorbeifahren.
|
Die Stadt nimmt am BZ
vom 12.3.2004 dazu Stellung. Wir wissen, es wird auch schon mal der
Blick auf eine Hauptverkehrsstraße (Westpark im Bild) oder den
Kraftwerksschornstein an der Hamburger Straße (Erlenbruch bei
Schäfersruh) freigesägt.
Rein wirtschaftliche Motive bewegen die Entscheidungen
der Stadt, an der Spitze OB Hoffmann!